Drakensberge und Lesotho

Es hat sich gelohnt die Schlechtwetterperiode andernorts auszusitzen. Die Drakensberge, eine Bergkette oder besser gesagt ein Felsenkamm, der die Grenze zu Lesotho bildet und sich über eine Länge von mehreren hundert Kilometern in nord-südlicher Richtung erstreckt, sind unser nächstes Ziel. Fast das ganze Berggebiet ist Nationalpark, mit reicher Fauna und Flora. Die “big five” fehlen und somit kann man hier gut wandern. In Kwazulu Natal gibt es mehrere Quertäler, die in die Bergwelt führen, aber keine bergnahe Nord-Süd Verbindung. Wir verbringen 3 herrliche Tage im südlichen Tal Garden Castle und machen ein paar kürzere Wanderungen bei 36Grad.
Campings: Hermits wood camp in Garden Castel

Der Sani Pass ist die einzige Verbindung über die Drakensberge von SA nach Lesotho. Die Strasse führt in Serpentinen über eine ruppige gravel Road auf 3200m. Es ist Ehrensache, wir essen Zmittag auf der Passhöhe im höchst gelegenen Pub Afrikas. Lesotho bezeichnet sich als ” kingdom in the sky”. Die Lage ist wirklich nahe dem Himmel, aber sonst mutet es nicht sehr königlich an. Die Bevölkerung ist bitter arm. Die karge Landschaft reicht um ein paar Schafe zu halten, in kleinsten Terrassen an steilen Hängen wird etwas Ackerbau zur Selbstversorgung betrieben. Das häufigste Arbeitsgerät ist immer noch Ochsengespann und Holzpflug. Über Berg und Tal fahren wir in 2 Tagen quer durch dieses kleine Land. Wir übernachten bei einer netten Familie, die eine kleine Rundhütte und einen winzigen Stellplatz anbietet. Wir verbringen eine ruhige Nacht gut beschützt durch den Hirtenhund der Familie.
Camping: No 10 Riverside Homestay

Die Wiedereinreise in SA ist ebenso unproblematisch wie die Ausreise. Wir haben nun einfach zwei zusätzliche Stempel im Pass. Das nicht südafrikanische Auto hat niemanden gekümmert. In Uithoek gibts eine game farm, resp. nature reserve mit wunderbar gepflegtem Camping, da bleiben wir drei Tage. Es hat Jeep Tracks durchs Gelände, wir sind aber zu Fuss unterwegs, begleitet von den 3 kleinen Farmhunden, die nicht von unserer Seite weichen. Zum ersten Mal sehen wir Oryx und Black Wildebeest (Weissschwanzgnu) beides sehr grosse Antilopen, aber als sie uns zu Fuss kommen sehen, rast dir ganze Herde davon, dabei hätten wir gegen die ja nicht den Hauch einer Chance! Mit viel Geduld und langsamem Heranschleichen können wir mit dem Teleobjektiv ein paar Fotos machen.
Der nächste Halt ist im Golden Gate NP, der leider vor ein paar Monaten zu grossen Teilen bei einem Brand schwer geschädigt wurde, so dass wir nur einen Tag bleiben. Bei unserer frühmorgendlichen Ausfahrt und kleinen Wanderung können wir einen black-backed jackal (Schabrackenschakal) und einen secretary bird (Sekretär) erspähen.
Wir ziehen weiter in den Royal Natal NP, zu dem das berühmte Amphitheater (Felsband von 5km Länge und 1000m Höhe) gehört. Wir bleiben 4 Tage. Die zwei grossen Wanderungen benötigen 2 Ruhetage! Mit dem Feldstecher erkennen wir eine sehr grosse Herde Elands (grösste afrikanische Antilope). Wir freuen uns, denn unser Trail führt bald mal nahe heran, aber auch hier weichen diese grossen Tiere zurück und mit Mühe können wir ein paar Fotos machen. Im Camp ist noch nichts los, wir haben den ganzen Park fast für uns alleine. In knapp 3 Wochen wird hier aber der Teufel los sein, resp. es wird sich bis auf den letzten Platz füllen und deswegen hat es etwas ausserhalb noch einen overflow camping! Da sind wir dann bereits gemütlich zu Hause.
Campings: Uithoek private nature reserve, Glen Reenen im Golden Gate NP, Mahai Camp im Royal Natal NP

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