
Auf dem Weg nach Sambia durchqueren wir den Norden Botswanas. Die nahende Regenzeit drängt etwas, so dass wir eine grössere Runde durch Botswana auf die Zeit nach Sambia verschieben. Ein überraschend unkomplizierter Grenzübertritt Namibia Botswana und schon zweigen wir ab Richtung Savuti. Unser Ziel ist aber nur die 50km entfernte Thobolo Eco Lodge mit Camping. So erhalten wir einen Eindruck dieser so berüchtigten und viel gerühmten Sandpiste, die von Kachikau nach Savuti führt. Von der grossen Bar mit Aussichtsterrasse beobachten wir das Spektakel am Wasserloch, das täglich durch die Lodge mit 20’000 l gepumptem Grundwasser aufgefüllt wird und damit einigen Tieren überleben hilft. Seit 2 Jahren erlebt Botswana nämlich eine schlimme Dürre, unzählige Elefanten sind bereits verendet. Südafrikaner, die vom Moremi NP herkommen, berichten, sie hätten über 100 Elefantenkarkassen gezählt. Eine sehr traurige Bilanz.
Am nächsten Tag geht’s die kleine Sandstrecke zurück, wir helfen einem feststeckenden französischen Touristenpaar aus dem Sand und fahren weiter nach Kasane. Der Grosseinkauf in Kasane gestaltet sich schwierig, viele frische Lebensmittel sind aktuell nicht erhältlich. Es wird also in den nächsten Tagen Phantasie brauchen um mit Zwiebeln, Kürbis und Aepfeln abwechslungsreich zu kochen! Entschädigt werden wir dafür mit einer schönen Ausfahrt durch den nördlichen Chobe-NP, einer tollen Bootsfahrt auf dem Chobe-River und einem elefantenreichen Aufenthalt im Senyati Safari Camp. Wir haben darauf verzichtet mit unserem IVECO in den Chobe Park zu fahren und dort zu übernachten, die Parkgebühren für unser Gefährt sind schlicht horrend.
Besuchte Camps: Thobolo’s Lodge and Camp (****), Kwalape Safari Lodge and Camp (in Kasane, günstig und ok), Senyati Safari Camp ( *** speziell ist der Tunnel Hide zum Wasserloch).
Nach unserer Sambia Reise freuen wir uns Botswana zu durchqueren. Allerdings ist die Hitze und die Dürre erdrückend. Das Elephant Sands ist ein Camp, das neben einem Wasserloch für Elefanten gebaut ist, und ein wahres Elefanten Erlebnis verspricht. Nur ist aktuell das Wasserloch so erbärmlich klein und die Zahl der Elefanten, die sich laben müssen so gross, dass einem die Tiere sehr leid tun und wir gar keine Fotos machen mögen. Es bleibt aber trotzdem ein eindrückliches und olfaktorisch prägendes Erlebnis, mit den grauen Riesen.
Wir haben noch ein paar Tage Zeit vor unserer Reservation im Moremi NP und fahren deswegen eine Runde von Nata nach Gweta, wo wir uns im wunderschönen Camp “Planet Baobab” zwei Tage wohlfühlen. Wie der Name sagt, ist das Gelände bewachsen mit riesigen Baobabs und auch der grosszügige Swimmingpool erfreut uns bei über 40 Grad im Schatten. Weiter geht’s bis Kubu Island über die grosse Salzseenplatte (Ntwetwe Pan), was nur in der absoluten Trockenzeit möglich ist. Kubu Island ist eine Erhöhung in mitten dieser Salzseenpfannen und beherbergt ebenfalls eine grosse Anzahl uralter Baobab Bäume. Wir geniessen die friedliche Stimmung in absoluter Abgeschiedenheit. Der südliche Ausgang hat es dann noch so in sich mit sehr tiefsandigen Passagen, die Hans aber mit gutem Momentum fehlerfrei durchfährt. In Francistown fühlen wir uns wohl, ohne ungutes Gefühl mische ich mich ins Marktgetümmel und suche in entlegenen Stadtwinkeln nach dem südafrikanischen Stoff “Three cats” (der in Südafrika schwierig zu bekommen ist) und werde fündig.
Unsere nächste Station heisst Maun, als Zwischenhalt peilen wir wiederum das Camp “Planet Baobab” an, das aber in der Nacht zuvor leider, leider von einem Brand grossteils zerstört wurde. Wir verbringen unsere Nacht etwas abseits der Hauptstrasse. In Maun treffen wir einige Overlander und verbringen nette Stunden miteinander, die meisten kennen sich im Moremi NP schon gut aus und geben uns Tips, aber niemand weiss so genau, welche Strassen wir mit unserem Gefährt benützen können. Die Piste bis nach Mababe ist rau und ruppig, umso schöner ist dann der Aufenthalt direkt am Khwai River im Magotho Community Camp. Wir bleiben zwei Tage und werden verwöhnt mit tierischen Besuchen: Elefanten, Zebras und in der Nacht Löwen. Danach gehts über den Ort Khwai (wobei kein eigentlicher Ort auszumachen ist) über die Khwai River Bridge (<5t, das Schild sehen wir aber erst nachdem wir die Brücke passiert haben!) zum North Gate. Mittlerweilen hat es schon 2 Tage geregnet und die “wet roads” wurden geschlossen, die “dry roads” haben auch Tümpel sind aber geöffnet. Auf der Fahrt zum Camp sehen wir keine Tiere. Das Xakanaxa Camp ist in verwahrlostem Zustand und zudem hat’s bereits seit 24h kein Wasser, dementsprechend sehen auch die Sanitäranlagen aus. Zum Glück sind wir diesbezüglich unabhängig. Generell zeichnen sich die staatlichen Camps in Botswana vor allem durch ihre hohen Preise aus.
Der kürzliche Regen lässt die Blätter der Mopane Bäume spriessen, die kleinen Wege werden sumpfig, die Tiere unsichtbar und so beschliessen wir nach 2 Tagen den Moremi NP wieder zu verlassen. Zurück in Maun merken wir, dass die Klimaanlage in der Fahrerkabine nicht mehr funktioniert, wir finden ein Leck in der Kühlleitung. Für die Reparatur wollen wir nach Südafrika fahren und verlassen Botswana etwas früher als geplant.
Besuchte Camps: Touch of Africa Lodge and Camp (*** gemütlich und sehr günstig), Elephant Sands Lodge &Camp (****), Planet Baobab (*****), Kubu Island Camp (schön, ohne Infrastruktur), Woodland’s Camping Francistown (***), Audi Camp in Maun (grosszügiger Platz und sehr ok), Magotho Community Camp (direkt am Fluss, in mitten vom wild life), Xakanaxa Camp Moremi NP (heruntergekommen), Rakops River Lodge and Camp (**), Durantaland Gardens in Serowe (*** etwas schwierig zu finden, schöne Garten- und Poolanlage).







































