Nochmals eine Etappe in Südafrika

Bronkhorstspruit Dam – Kaia Manzi Resort

Wir werden unsere letzte geplante Afrika Etappe in Südafrika verbringen. Eigentlich wollten wir eine Runde durch Zimbabwe machen, aber haben dagegen entschieden: es ist so, dass Camper >3.5t nicht durch den wohl schönsten NP Gonarezhou fahren dürfen und zudem ist die Regenzeit noch in vollem Gange und dieses Jahr fällt sie, zum Glück für das Land, üppig aus. Auch Botswana und Namibia stehen teilweise unter Wasser.
Die ersten Tage verbringen wir unweit von Pretoria auf dem schönen Camping Almega nahe der Dinokeng Reserve. Der anstehende Ersatz der Trommelbremsfedern wird bei LA Sports in Pretoria sehr zufriedenstellend durchgeführt. Auf dem Weg zum Krügerpark gibts einen Knall, das Kupplungspedal tritt ins Leere und wir machen einen sehr unfreiwilliger Stop entlang der Autobahn. Zum Glück kann Hans das Pedal mit einem Kabelbinder wieder an das Hydrauliksystem anbinden und wir können aus eigener Kraft zurück nach Pretoria in die IVECO Garage fahren. Dort wird uns sehr unbürokratisch und schnell geholfen, kurz vor Feierabend ist das neue Hydrauliksystem eingebaut und wir verlassen die Stadt und erreichen noch vor der Nacht einen angenehmen Camping am Bronkhorstspruit Dam. Der unplanmässige Stop hat auch sein Gutes, so erhalten wir die Chance den Skulpturen Garten von Anton Smit zu besuchen, der sich angrenzend zum Camping befindet. Anton Smit ist einer der berühmtesten südafrikanischen Skulpturen Künstler. Viele seiner eindrücklichen Werke zieren die grossen Weingüter dieses Landes und einige stehen in europäischen Museen.

Wir bleiben 12 Tage im Krügerpark jeweils immer 2 Tage im gleichen Camp und sehen dieses Mal sehr viele Löwen. Die Regenmenge war ausserordentlich und so ist auch das Gras ausserordentlich hoch und trotzdem kommen wir nicht zu kurz mit Tierbeobachtungen. Aber die Sichtung von “wild dogs” bleibt weiterhin ein Wunsch.

Wir verlassen den Krüger und werden von einer Herde Buffalos verabschiedet.

Auf kleinen Nebenstrassen gelangen wir in den bergigen Marakele NP. Es ist auch ein big five Park, so dass man im Gefährt bleiben muss. Tiersichtungen sind spärlich, aber der Ausblick vom höchsten, fahrbaren Punkt ist grandios.

Wir haben 2 Tage in der Madwike private game reserve gebucht, eigentlich nicht wegen der luxuriösen Lodge, sondern eher weil in dieser game reserve viele wild dogs leben und wir uns erhoffen, diese sehen zu können. Aber leider haben sich die meisten Raubtiere in die von Überschwemmungen betroffenen und nun gesperrten Gebiete zurückgezogen. Wir geniessen den Luxus der Lodge und die vielen Elefanten und Rhinos, die wir bei den Ausfahrten sehen, trotzdem.


Wir konnten 6 Tage in den Camps des Kgalagadi NP buchen, was sind wir doch Glückspilze. Eine lange Fahrt westwärts liegt vor uns, die nur von einem Stopover auf dem uns schon bekannten Camping Kameel en Vrede in Stella unterbrochen wird. Wie Altbekannte werden wir begrüsst (dem unverkennbaren IVECO zu verdanken) und Herkules backt uns wiederum sein exzellentes Pizzabrot, das uns bis Upington ernähren wird! Die Sanddünen des Parks sind diesmal grün bewachsen und überall gibts Tümpel. Wir sehen viele Vögel und als Dessert in einer unserer Ausfahrten ein Social-Weaver Nest, das von einer Capecobra heimgesucht wird. Hans hat sich eine solche Sichtung schon lange herbei gesehnt und unentwegt all die grossen Nester akribisch gescannt… nun werden wir also belohnt. Und am nächsten Tag kommt das Tüpfchen auf dem i mit einem Cheetah, der einen kleinen Oryx erlegt.

Die Heimverschiffung ist zwar gebucht, aber es bleiben uns genügend Tage um das grosse aride und sehr dünn besiedelte Gebiet bis an die Südküste gemütlich zu durchfahren. Wir übernachten bei einer Farmfamilie, die wegen der Dürre ihre Schafe verkauft/geschlachtet hat und nun Stellplatz inkl Bush breakfast anbietet. Mit einfachsten Mitteln kochen sie uns auf dem Feuer ein absolut köstliches Frühstück im Schatten eines riesigen Baums far out auf ihrer Farm. Die Fahrt dorthin hinten auf der Pritsche ihres Bakkies ist ein off road Erlebnis erster Güte.
Eine schmale Piste führt uns dann in den Tankwa-Karoo NP. Eine riesige Ebene mit Dünen und kleinen Bergen in allen Farben erstreckt sich vor uns. Wir verbringen einige Nächte mutterseelen alleine auf einem zugewiesenen Camp. Den ganzen Tag sind wir von Baboons in Beobachtungsnähe umzingelt. Sie würden keine Gelegenheit auslassen etwas zu schnappen, sollten wir irgendetwas Essbares nur einige Sekunden unbeobachtet lassen, aber dazu kommt es nicht und sie nähern sich deshalb zum Glück auch nicht.


Anschliessend geht es zügig nochmals entlang der Garden Route ostwärts , die Verschiffung ab Port Elisabeth ist organisiert, dachten wir…Etwa 2 Wochen vor dem geplanten Termin erhalten wir von der Reederei einen Zweizeiler per mail, unser Schiff startet in East London. Da aber auch eine Verspätung dazu kommt, ist es kein Problem und wir schaffen auch die 500 Mehrkilometer problemlos. In einem kleinen Campingresort präparieren wir den IVECO für die Schiffsreise und Ende April “sticht er in See”. Wir selber bleiben noch zwei Wochen mit einem Mietwagen in der Region Stellenbosch. Wir haben Glück und können unsere Reisebekannten Dolly und Häbi in Hermanus treffen und dann geht es auch für uns nach Hause.

Mit vielen schönen Erlebnissen und Begegnungen kommen wir nach Hause. Noch lange werden wir von unseren Reisen im südlichen Afrika träumen und schwärmen.

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