Central Otago

Hinter Te Anau verlassen wir das fruchtbare Tal mit der Hauptstrasse und der direkten Verbindung nach Queenstown und begeben uns auf die Nevis Road, die uns über die Berge führt. Die Nevis Road ist die höchstgelegene Strasse Neuseelands und eine off road Strecke par excellence: Schmale, steile und kurvige Abschnitte wechseln sich ab mit etlichen Flussdurchfahrten in den Tälern. Hans und der IVECO sind in ihrem Element und ich geniesse es gefahren zu werden, öffne und schliesse die Gatter und wate durch die eiskalten Flüsse um eventuelle grosse Steine oder Untiefen zu erkennen. Jeder macht das was er am besten kann und mag! 

Nach 2 Tagen absoluter Einsamkeit und Ruhe erleben wir in Queenstown einen kleinen Kulturschock. Eigentlich liegt der Ort absolut prächtig am Wakatipu See, der von schneebedeckten Bergen umrandet ist. Die natürliche Schönheit ist unangefochten, aber die Stadt hat sich zu einem kommerziellen Adventuremekka mit internationalem Ruf entwickelt. In den Ohren ein unablässiges Motorendröhnen, vor den Augen ein Schilderwald «Book here, book now» suchen wir, als weder Bungy Jumper, Sky Diver noch Speed- oder Jetboat Kunden rasch das Weite. 12 Meilen nordwärts entlang des Wakatipu Sees  befindet sich ein ruhiger DOC Camping an einem Kiesstrand, wo wir uns niederlassen und ins sehr kühle Nass eintauchen. Die Strasse führt uns weiter nördlich mit grandiosen Aussichten auf See und Berge. Wir halten in herrlichen Buchten zum Baden, aber das Verweilen am Strand wird durch die Sandfly Plage verunmöglicht. Wir picknicken bei schönstem Wetter im IVECO! Am Ende des Sees befindet sich Glenorchy, ein sehr hübscher und sympatischer Ort mit einem etwas alternativen Flair, der uns gut gefällt. Die Umgebung ist nicht minder schön als in Queenstown. 
Eine Gravel Road mit einigen Furtdurchfahrten führt ans andere Seeufer, von wo wir zu einer etwas langen, aber schönen Rundwanderung starten. Zum ersten mal sehen wir zwei wilde Hirsche, im Gegensatz zu den Tausenden, denen wir bisher in Gehegen auf der Südinsel begegnet sind.
Der Parkplatz liegt sehr abgeschieden und eignet sich dann abends auch zum Übernachten. 

Auf dem Rückweg machen wir in Queenstown bloss noch einen Einkaufs- und Waschstop und fahren dann gleich weiter durchs Cadrona Valley nach Wanaka. Wanaka liegt ebenfalls wunderschön direkt am Wanaka See. Mitten im Städtchen hat es einen langen Kiesstrand und eine hübsche Cafe, Bar und Restaurantmeile. Wir fühlen uns sofort wohl und lassen uns im stadt -und strandnahen Camping nieder. Es ist nun sommerlich warm, wir gönnen uns 3 Badetage. Der See ist etwas wärmer als die vorherigen und somit herrlich. Zudem ist gerade das Australian Open am Laufen, so dass wir abends in der Sportbar Platz nehmen. Wanaka hat noch einen weiteren gewichtigen Vorteil: es ist Sandfly frei! Von Wanaka aus gäbe es etliche Wanderwege in die umliegenden Berge, meist mit ca. 1000 Höhenmetern und wenig Schatten, die gerade nicht so zu unserer Thalassotherapie passen. Es ist ein Wetterumschwung angekündigt und so ziehen wir weiter nordwärts am Hawea See vorbei über den Haast Pass an die Westküste. 

Reader Comments

  1. Hi Ihr Lieben

    Immer wieder schön Euren Post zu lesen!
    Tolle Landschaft … und in meinen Augen das Schönste halt der IVECO 😉
    Haltet Ausschau nach Leuten, die Strassenschilder beschiessen, weicht Ihnen aus…
    in diesem Sinne freue ich mich auf den nächsten Post
    LG John

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